kontrollierte Wohnungslüftung
 


Kontrollierte Wohnungslüftung- Warum?


Im Durchschnitt halten wir uns täglich 21,5 Stunden in geschlossenen Räumen auf.
Dabei atmen wir 18000 Liter Luft . Die Qualität dieser Luft ist ausschlaggebend für Wohlbefinden, Leistungsvermögen und Gesundheit.

 



Durch gute Wärmeisolierung

nimmt der Lüftungswärmebedarf einen immer größeren Anteil am gesamten Wärmebedarf eines Gebäudes ein. Durch den Einbau von dichtschließenden Fenstern und Türen sowie Foliendichtungen im Dachbereich wird eine hohe Luftdichtheit gewährleistet. Noch vor kurzer Zeit bedingten Undichtigkeiten an Gebäuden wie alte Einfachfenster und nicht dichte Türen eine natürliche Luftwechselrate von 0,5 pro Stunde. Das heißt , daß alle zwei Stunden die gesamte Luftmenge des Hauses ausgetauscht wurde. Dieser Luftwechsel reichte für ein gesundes Wohnklima aus.

In einem gut gedämmten Haus beträgt der Anteil für das Aufheizen der ausgetauschten Raumluft 50 bis 60 % des Gesamtwärmebedarfs.
Unkontrollierte Lüftung durch zu langes Öffnen oder ständiges Kippen der Fenster macht deshalb alle Anstrengungen zur Energieeinsparung größtenteils zunichte, während es bei zu kurzer Öffnung der Fenster zu einer Anreicherung von CO2, Schadstoffen und Luftfeuchtigkeit in der Wohnung kommt. Diese Luftfeuchtigkeit kondensiert an den kälteren Stellen der Außenwände und führt zu teueren Bauschäden sowie Ge- fahren für die Gesundheit durch die Bildung von Schimmelpilzen und begünstigt die Entwicklung von Hausstaub- milben. Kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für einen bedarfsgerechten Luftwechsel bei gleichzeitig minimiertem Wärmeverlust.
Bild 1 zeigt die Wirkungsweise einer solchen Anlage.
Feuchte, verbrauchte, geruchs- und schadstoffbelastete Abluft wird aus Küche, Bad und WC abgesaugt, über einen Wärmetauscher geleitet und als Fortluft nach außen abgeleitet. Eine gleich große Menge Außenluft wird angesaugt, gefiltert, über den Wärmetauscher geleitet, wobei der Abluft je nach Gerätetyp 60 bis 90 % der Wärme entzogen werden. An sehr kalten Tagen sorgt eine Zusatzheizung für angenehm temperierte Zuluft, die dann den Wohn- und Schlafräumen zugeführt wird.




Die Vorteile dieser Technik liegen auf der Hand:


  • Verbrauchte Luft wird ersetzt, CO2, Geruchs- und Schadstoffe werden abgeführt.

  • Die Luftfeuchte wird auf den Idealwert reduziert, Gebäudeschäden durch Feuchtigkeit verhindert.

  • Schimmelpilz und Hausstaubmilbe haben keine Verbreitungsmöglichkeit.

  • Die Wärme bleibt im Gebäude - Umweltschmutz und Lärm bleiben draußen.

  • Frische Außenluft wird gefiltert und vorgewärmt zugeführt. Durch Einsatz eines Feinstpollenfilters, der alle Partikel die größer als 0,5µ(=0,0005 mm) abscheidet, Allergiker und Menschen mit Atembeschwerden können wieder frei durchatmen.

  • Unterschiedliche Bauarten ermöglichen die Montage in Schränken, auf Dachböden, in Abstell- und Kellerräumen, sowie als Zwischendeckengerät.


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Bild 2 zeigt ein Gerät der Fa. PAUL Wärmerückgewinnung
aus Mülsen St. Jacob. Dieses Gerät der Energieeffizienzklasse A zeichnet sich aus durch:

  • Ausstattung wahlweise mit Gegenstrom-Kanal-Wärmetauscher (Standardwärmetauscher) oder optional mit Enthalpietauscher (Feuchtewärmetauscher) mit selektiver Polymer-Membran

  • Freizügige Montage und strangoptimierte Luftleitungsführung durch kompakte Bauform als linke oder rechte Geräteversion

  • Serienmäßige Außenluft- und Abluftfilter der Filterklasse G4, optional Pollenfilter F7 für die Außenluft

  • komfortable Gerätebedienung und intuitive Benutzerführung durch hochwertiges TFT-Touchpanel mit Farbdisplay, optional: LED-Bedienteil

  • Optional (erfordert Steuereinheit als zusätzliches Modul):- Ansteuerung einer externen Defrosterheizung
    - Ansteuerung einer elektrischen Stellklappe am Erdwärmetauscher
    - Ansteuerung eines Heizkreises




Die Anwendung dieser Technik


beschränkt sich aber nicht nur auf den Neubau. Gerade im Altbau kommt es heute vermehrt zu Bauschäden, die ihre Ursache in der mangelnden Durchlüftung der Räume haben. Das, und die Erkenntnis, daß ein gesundes Raumklima zu Hause und am Arbeitsplatz entscheidend für das Wohlbefinden ist, wird dazu beitragen, das der kontrollierten Lüftung ein immer höherer Stellenwert zukommt.


Die Rohrleitungssysteme werden entweder in der Decke, oder wie in Bild 3 bei dem System pluggit, im Fußboden zusammen mit den Heizungsleitungen verlegt.
Mit einer durch das Erdreich verlegte Außenluft- Zuleitung erreicht man im Winter eine Vorwärmung und im Sommer eine Kühlung der Außenluft. Damit kann die Lüftungsanlage an heißen Sommertagen auch zur Klimatisierung der Wohnräume eingresetzt werden.







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Copyright by Jens Riedel, Februar 2001
Bearbeitungsstand 31.12.2016